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Auf dem Kreuzzug gegen die Ordnung

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Diese Geschichte ist für all jene, die inzwischen den Überlick, die Durchsicht verloren haben.

Die nicht wissen, wer dieser Mensch ist, um dessen Verlust ich so trauere.

Und diese Geschichte ist für mich selbst - falls ich vergesse warum nichts mehr von mir übrig ist.

Und der Himmel

November/Dezember 2006 – Fast zerfressen von der Wut. Von der letzten „Beziehung“ völlig hinters Licht geführt worden. Das war es gar nicht was mich so wütend machte, vielmehr war es das Gegenteil.

Ich hasste mich für meine Gleichgültigkeit.

Ja, es tat weh, als ich herausgefunden hatte worum es ihm wirklich gegangen war, es tat weh, als er mich sofort ersetzte, doch es war nur ein kleiner Stich, der mich nicht sonderlich zurückwarf.

Ich beweinte ich nicht meinen Verlust seiner, es war der Verlust des Glaubens, den ich immer gehegt hatte um den ich so trauerte.

Der Glaube und die Hoffnung darauf dass ich auch irgendwann wirklich lieben könnte. Denn selbst der Mensch der mir in meinem Leben zum ersten mal etwas bedeutet hatte, selbst an ihm hatte ich ständig Makel gefunden und sie einfach nur verdrängt. Ich glaubte damals, dass dies Liebe gewesen war, den Zweifel daran vergrub ich irgendwo.
Ich wünschte mir so sehr, dass ich irgendwann einen Menschen fände, den ich bedingungslos lieben konnte.
Dass es mir irgendwann einmal näher gehen würde, wenn jemand versucht mich in meine emotionalen Einzelteile zu zerlegen.

Mein Therapeut fragte mich neulich ob ich glaubte in der Lage zu sein wirklich zu lieben. Letztes Jahr im Dezember hätte ich diese Frage mit einem klaren „Nein“ beantwortet.

Natürlich, Agape, Philia, Stoika….

Doch Liebe, wahre Liebe. Wo war sie?

23. Dezember – spät nach Hause gekommen.

Absolute Schlaflosigkeit und das bevorstehende Weihnachtsfest das mir so zuwider war trieben mich dazu, den Computer anzuwerfen.

Auf der Suche nach Beschäftigung suchte ich bei ICQ (was wohl jedem ein Begriff sein dürfte) nach Kontakten.

Gesagt, getan, nur ein Mensch dessen Benutzername und doch spärliches Profil mich ansprach.

Schon seine Antwort auf mein „Guten Abend wünsche ich“ überraschte mich leicht.

Wir redeten und redeten. Sehr sympathisch, ein besonderer, ein interessanter Mensch.

Schon am nächsten Tag, heilig Abend dachte ich viel über ihn nach.

Die nächsten Tage sprachen wir sehr oft und viel miteinander, nächtelang durch.

Mir war so bald klar, dass er etwas Besonderes war. Dass er anders sei. Dass ich ihn näher kennenlernen wollte.

Dann irgendwann die ersten Bilder von einander ausgetauscht. Ich war verzaubert. Mit offenem Mund saß ich da und starrte auf dieses Gesicht, diese Augen. Er sah unglaublich aus – und tut es noch heute.

Ich glaube kurz darauf stellte sich die Frage, ob eine rvon uns vergeben sei. Beide Single. Er meinte er würde eine Frau nicht glücklich machen können momentan, da er sich sehr aufs ein Studium konzentriere und immerhin ja mit wenigen Unterbrechungen im Ausland sei. Ich fragte mich selbst wieso, doch in desem Moment war ich tatsächlich ein wenig deprimiert, immerhin war ich hellauf begeistert von ihm, schon damals, als seit unserem Kennenleren keine zwei Wochen vergangen waren.

Dann das erste Mal telefoniert und völlig hingerissen von seiner Stimme.

Ich glaube ich war noch nie so nervös wie bei diesem Telefonat.

Er hat mich so oft auf den Arm genommen, was ich normalerweise nicht ausstehen kann. Doch er tat es auf eine so – ja, fast liebevolle – Art und Weise, dass ich es ihm keineswegs übel nahm.

Wir kamen einander immer näher, tauschten mehr Gedanken, persönlicheres aus.

Irgendwann schrieb ich ihm den ersten Brief und wagte nicht ihn abzuschicken.

Ich las ihn ihm am Telefon vor. Mit zittriger Stimme, auf dem Boden liegend und feuerrot.

Ich erkannte mich selbst nicht wieder.

Ich hatte von einer Schlacht in meinem inneren geschrieben. Herz gegen Verstand.

Hatte davon geschrieben, dass ich nicht wusste, was es war, aber dass da irgendetwas war.

Nicht einmal einen Monat später, am 12. Januar 2007, ich dachte schon zu diesem Zeitpunkt nur noch an ihn, kam dieser Moment.

„Ich muss dir etwas sagen“

„Raus damit“

„Aber ich weiß nicht wie du es auffassen würdest“

„Sprich einfach.“

„Ich überlege eben wie ich dir sagen soll, dass ich dich liebe.“

Ich saß einfach nur da. Baff.

Er. ER.

Dieser Mann der so hundertprozentig den Vorstellungen meines Traummannes schlechthin entsprach und diese Träumereien sogar noch haushoch übertraf…

Dieser Inbegriff von Intelligenz, Stärke, Zärtlichkeit, Charakter, Charme, Witz und schlaflosen Nächten.

Mich?

Es kam mir vor wie eine Ewigkeit, bis ich endlich antwortete.

Mich erinnerte, dass ich antworten musste. Mir klar machen musste, mich zwingen musste zu glauben, dass das hier kein Witz war.

Und ich antwortete das einzig Mögliche, das nämlich, was ich selbst schon seit einiger Zeit empfand. Ohne mir eingestehen zu wollen, was ich eben tat. Mich in einen „Fremden“ verlieben.

Etwas, das ich zuvor verurteilt hatte. Das ich zuvor bei jedem anderen ein Hirngespinst genannt hätte.

Ich antwortete und in diesem Moment tätowierte ich seinen Namen auf Mein Herz.

Denn ich war schon zu diesem Zeitpunkt derartig verliebt in ihn, wie ich es mir niemals erträumt hätte überhaupt einmal zu fühlen.

Ich antwortete das einzig mögliche, das, wa smein Herz schon viel zu lange für sich behalten hatte, was ich schon so lange hatte loswerden wollen und nicht gewagt hatte...

Ich liebe dich.

Und ich hatte es nie für möglich gehalten, denn ich hatte es schon öfter gesagt.

Doch dieses eine erste Mal in meinem Leben fühlte ich, was ich sagte.

Mit jeder Faser, jeder Zelle, jedem Körnchen Verstand das mir innnewohnte. Ich fühlte es.

Ich mag jung sein ja, und ich mag mich anhören wie jeder andere meines Alters, doch ich glaube, dass, obwohl kaum jemand dies nachvollziehen kann und ich diesen denen eben das verwehrt bleibt es nicht übel nehmen kann, ich glaube, dass einem plötzlich klar wird, dass es dieses eine Mal wirklich Liebe ist.

Ich hielt mich schon so oft für verliebt. Glaubte schon einmal den höchsten Grad der Gefühle erreicht zu haben. Und mit einem Mal war mir klar, dass alles andere im Vergleich zu diesem Moment Nichts gewesen war. Weil ich dieses Mal wirklich daran glaubte. Und es noch heute tue.

Denn dieses Mal war es nicht das Lieben des Verliebt seins, es war die Liebe zu diesem einen Menschen und nur diesem einzigen. Es war nicht das Gefühl das ich liebte und aus Unwissenheit irgendwohn projezierte. Es war und ist dieser Mann und nur er den ich liebe. Bedingungslos. tatsächlich, bedingungslos. Ich war mir selbst stets das höchste Gut emotional. Wollte mich vor allem bewahren. Und er schaffte es mit einem Fingerschnippen dass ich mir selbst egal war. Weil ich zum ersten Mal glücklich darüber war, das sich das Wohl eines anderen über mein eigenes stellen durfte. Und zwar ohne irgendeinen Kompromiss. Dass es nun jemanden gab der zwar nicht alles für mich, aber ohne den alles andere nichts für mich ist.

Die nächsten Wochen sprachen wir jeden Tag miteinander, und schließlich die lang ersehnte Nachricht.

"Ich komme heim."

Und der Tag kam, an dem wir uns zum ersten Mal (!) sehen sollten. Er wollte am Abend zu mir fahren, doch es klappte nicht, da seine Familie ihm erst einmal beschlagnahmte, was für mich völlig verständlich gewesen war.

Zwei Tage später rief er mich kurz vor dem verabredeten Termin an. Babysitten. Seine Eltern hatten ihm den kleinen Bruder anvertraut.

Ich riss mich so zusammen am Telefon. Selbst seine Absage klang wundervoll. Ich legte auf und begann hemmungslos zu schluchzen, weil mein Verstand mir einzuprügeln versuchte, dass er sich nicht mit mir treffen wollte.

Meine beste Freundin rief an, sie hätte es gerade von ihm erfahren, dass e snicht geklappt hatte und überredete mich schließlich, die Festung meiner Heimat zu verlassen.

Im Nachhinein erfuhr ich, dass sie ihm via Handy die Hölle heiß gemacht hatte, er solle gefälligst mit dem Zug kommen, doch auch an diesem Abend klappte es nicht.

Sonntagmorgen, der nächste Tag, 11. Februar 2007. Ich wollte zu ihm fahren, doch ich erreichte ihn nicht. Irgendwann meldete sich eine Frauenstimme auf meinen Anruf. Ich war völlig perplex und erzählte irgendeinen Mist, bis die Dame sich als seine Schwester herausstellte. Er läge im Bett. Wäre krank.

Ich wusste nicht, was ich davon halten sollte, in meinem Inneren bekämpften sich Vernunft und Gefühl aufs bitterste.

Er entschuldigte sich eine Million Mal dafür, sagte mir dann auch noch, dass er schon übermorgen wieder wegfahren würde.

Ich wagte es kaum, doch ich fragte ihn, ob wir uns nicht am nächsten Tag treffen wollten. Früh morgens. Er sagte zu.

Gewissermaßen schwänzte ich die Schule, die Umstände seien dahingestellt, doch endlich,endlich saß ich im Zug zu ihm. IHM.

Meine Station wurde durchgesagt dun als der Zug bremste stand ch mit geschlossenen Augen da und wartete hinauszutreten und ihn vor mir zu sehen. Dieser eine Schritt hinaus auf den Bahnsteig schien eine Unendlichkeit anzudauern.

Und endlich öffnete ich die Augen.

Doch er war nicht da.

Ich lief den Bahnhof ab, die Straße, setzte mich auf die Treppe. Schrieb eine SMS. Rief an. Wartete.

Nach einer Stunde war ich mir swsicher dass er mich versetzt hatte - ich wartete also nicht mehr auf ihn sondern auf den Zug nach Hause.

Die Beine angezogen, die Stirn auf den Knien saß ich an diesem kalten Februarmorgen da und ärgerte mich über mich selbst.

Und ich wusste nicht wie mir geschah, ich sah plötzlich mitten in Gedanken auf und da war er.

Er war da und ich im Himmel. Ich stand auf, wie versteinert an dieser Treppe festgeklebt und er lächelte und kam näher. Stand mir gegenüber. Und ich fiel ihm um den Hals.

Spürte sein Herz durch seine Jacke hindurch an meiner Brust. Roch ihn. Spürte ihn.

Ich flüsterte nur, dass ich dachte er hätte mich versetzt und er antwortete, dass er soetwas nie tun würde. Ich sah ihn an. Und er lächelte, erklärte mir seine Verspätung. Und bevor ich mich recht versah hing ich an seinen Lippen, küsste ihn, die Hände an seinem Hals und es war der wundervollste Kuss den ich bis dato erlebt hatte. Ich werde niemals vergessen wie er sich anfühlte, wie er schmeckte. Werde nie das Gefühl seiner kalten Wangen unter meinen Fngerspitzen vergessen. Niemals das Gefühl vergessen, das Gefühl dieser Milliarden Schmetterlinge in meinem Inneren die sich überschlugen. Ich küsste ihn und es schien unendlich lange, unendlich schön.

Ich war dennoch unglaublich nervös, auch nch dem Kuss. Wir gingen zum Kiosk, vor lauter Herzklopfen viel mir der Name meiner Zigarettenmarke nicht mehr ein, was ja wohl das albernste ist, das man sich vorstellen kann. Ich krächzte also das erstbeste heraus.

Wir beschlossen spazieren zu gehen und ich war einen Moment recht unsicher. Wohin mit der Hand?

Wenn ich so zurückdenke, komme ich mir im Nachhinein vor, wie eine vierzehnjärige. Ich ließ meine Hand also hängen, furchtbar nervös und mich fragend ob er sie nehmen würde - mir blieb beinahe das Herz stehen. Doch er nahm sie. Zögernd erst, dann fest. Mir fehlen die Worte um zu beschreiben wie es sich anfühlte, als wir so diesen Schotterweg entlanggingen.

Wir küssten uns noch so oft an diesem Tag, standen ewig mitten auf einem Weg und küssten uns, die Welt um uns vergessend. Ich hörte Passanten pfeifen, hörte dumme Sprüche und hörte sie doch nicht. Sein Atem war es, dem ich lauschte.

Ich spürte weder Regen noch Kälte, denn ich konzentrierte mich mit jeder Zelle, jeder Faser darauf, was meine Finger ertasteten, darauf, wie sich seine Lippen, seine Zunge, seine Hände anfühlten, seine Wangen unter meinen Fingerspitzen.

Konzentrierte mich auf seinen wundervollen Duft, auf seine Berührungen. Seinen Atem und wie er ihn mir in den Mund hauchte.

Er nahm irgenwann meinen Kopf zwischen de Hände, beugte sich zu mir hinunter und küsste meine Augenlider, meine Stirn, meine Wangen, meine Nasenspitze, meine Finger.

So verflogen die Stunden und irgendwann war die Zeit des Abschieds gekommen.
Er hatte mir gleich gesagt, dass er keine zeit mehr hätte, sich noch einmal mit mir zu treffen, da die Abschlussprüfungen anstanden.

Wir küssten uns ein letztes Mal und ch stieg in den Zug.

Es war eni Gefühl als wäre ich innerlich hohl, als ich ihn davongehen sah.

Und irgendwann war er aus meinem Blickfeld verschwunden.

Ich tröstete mich mit einem einzigen Gedanken "irgendwann wirst du ihn wiedersehen". Hätte ich damals gewusst, dass wir uns niemals wieder sehen würden, hätte ich damals gewusst, dass er mich nie wieder so ansehen würde, wie er es an diesem Tag getan hatte, hätte ich gewusst, dass ich ihn gerade eben zum allerletzten Mal berührt hatte... es raubt mir die Sprache.

Am nächsten Tag fragte er mich nach unserem momentanen Status und wieder tt sich dieser Zweifel auf. Er wäre kaum da, hätte kaum Zeit.

Und damals fielen diese Worte, die ich vermutlich niemals vergessen werde. 

Er meinte "Ich will dass du glücklich bist."

"Wie könnte ich glücklich sein, wenn der Mann den ich liebe mich nicht haben will?"

"aber ich will dich. Ich will dich mehr als ich jemals einen menschen gewollt habe. Ich werde alles tun, um dich glücklich zu machen und ich will dich niemals verletzen."

Ich weinte damals vor Freude, und gerade eben, jetzt tue ich es auch.

Er fuhr irgendwann zurück zur Uni, erneut trnnten uns hunderte von Kilometern voneinander.

09.März, einer seiner Kommilitonen fliegt wegen mangelnder Leistung von der Uni.

11.März, er sagt mir, er wisse nicht ob er beides hinbekäme - Erfolgreiches Studium, glückliche Beziehung. Es würde sich nicht lohnen, wenn es nicht Liebe sei. So vereinbarten wir, eine Woche nicht miteinander zu sprechen. Ich weinte m Telefon, ich weinte wie ich bis dato wohl noch nie geweint hatte, irgendwann schaltete ich mich stumm. Seine Stimme zitterte, als er mich im Flüsterton bat, es rückgängig zu machen.

12. März, Montag. Ich saß in der SChule meine Hauptfächer ab und verschwand. Setzte mich in den Zug, fuhr in seinen Heimatort.

Ging dort scheinbar ewig.

Saß an diesem See, wo wir uns geküsst hatten, stand an dem Baum an den ich mich gelehnt hatte.

Zu Hause setzte ich einige zeilen in meine N/A Nachricht bei ICQ. Er antwortete in seiner. Obwohl wir uns vorgenommen hatten nicht miteinander zu sprechen.

Irgendwann telefonierten wir wieder.

Er sagte, als er in sein Arbeitszimmer gegangen war und dort meine Bilder sah hätte er geweint.

Er sagte er würde sich dafür hassen dass er mich, die Frau die er liebt ungespitzt in den Boden gerammt hätte.

Sagte jeder Schluchzer von mir sei wie ein Peitschenhieb gewesen.

 

Doch wir wolten es weiter versuchen, beschlossen, weniger zeit miteinander zu verbringen und dass er es mr sagen würde, wenn etwas wichtiges anstand.

Und so ging es weiter, wir kamen einander näher, ich liebte ihn von tag zu Tag mehr. Ich schrieb ihm Briefe, wir telefonierten, lachten, sehnten uns nacheinander und träumten zusammen. Wir lernten uns besser kennen und wir lernten mehr voneinander kennen.

 Irgendwann meinte er, er käme wohl nach Hause. Kurz vor dem besagten Termin verschob er sich.

So ging es immer öfter, bis irgendwann gegen Mai auch mir klar war, dass er erst gegen Weihnachten wiederkommen würde, wenn überhaupt - auch wenn er es mir bis dahin noch nicht gesagt hatte.

Und zu dieser Zeit, spät im Mai, da begann er sich mir gegenüber anders zu verhalten.

Er veränderte sich mir gegenüber so stark, so schnell, dass ich ihn manchmal nicht wiedererkannte und er verletzte mich so oft in dieser Zeit. Er wich mir aus, er tat so, als würde er meine Anspielungen nicht verstehen - was er bis dahin immer getan hatte.

Doch etwa eine Woche nach seinem Geburtstag an einem Wochenende machte er plötzlich seine Webcam an.

Es war so kitschig, ich hörte gerade "My heart will go on" undgerade als der refrain einsetzte schaltete sich das Bild ein.

Er lächelte mich an und formte ein Herz mit den Finger und ich brach in Tränen aus. Ich brachte kein Wort merh heraus. Ich kann aum beschreiben wie glücklich ich a diesem Abend gewesen war,

Ihn endlich wieder zu sehen, nicht auf irgendwelchen Bildern.

Ja, es tat auch weh. Er saß da so in seinem kleinen Kästchen und lächelte, und er war dennoch so unglaublich weit weg.

Doch ich genoss es einfach nur, freute mich unglaublich darüber.

Drei tage hielt dieses Hochgefühl an, dann plötzlich benahm er sich wie zuvor - abweisend, kalt und er wich mir weder aus.

ich sprach ihn schließlich darauf an,. mehrmals, doch er sagte nur, es läge am stress.

Zu viel Stress für ein "Ich liebe dich"? Für ein "Ich habe keine Zeit Schatz, aber ch versichere dir, du gehst mir nicht am Arsch vorbei"?

Ich hatte es damals geahnt, doch nicht wahrhaben wollen. Ich liebte diesen Mann, liebe ihn noch heute so sehr, dass es wehtut, so sehr wie ich noch nie geliebt hatte nd jeden Tag ein wenig mehr.

 Er bedeutet mir mein Leben und ich würde selbiges fürihn geben - und genau das war wohl mein Fehler.

Denn plötzlich war er weg, erst einen, dann zwei tage, dann eine ganze Woche.

Ich war am Ende, er hatte soetwas noch nie getan, ohne Bescheid zu sagen. er war völlig unerreichbar. Ich wusste nichteinmal ob ihm etwas zugestoßen war.

Schließlich am achten tag, es war der 29.06. meldete er sich wieder, meinte ich hätte mir ja denken könen, dass er einfach etwas zu tun gehabt hätte.

Ich gestand ihm, dass ich gefürchtet hatte er hätte mich damit abserviert,  dachte, hoffte, er würde mir - wie er es schon so oft getan hatte - klarmachen, dass ich ein Idiot bin und mich nicht so zu sorgen brauchte.

Doch er sagte nicht dergleichen, fragte nur, ob ch ihn denn für einen solchen Menschen hielte. Und ich antwortete "Nein, deswegen war ich ja so verwirrt".

Er sagte die ganze Zeitw ie müde er war, wie grauenvoll es ihm ging und ich sagte ihm er solle ins Bett gehen, es mit mir klären, wenn er ausgeschlafen hatte, doch er meinte nur, er müsse das jetzt klären, denn er hätte das Gefühl, dass ein Nervenbündel vor meiner Tastatur säße. Und ich solle mich nicht wundern, wenn er plötzlich weg wäre, dann, so meinte er, wäre er einfach auf der Tastatur eingeschlafen.

Ich kam mir so auf den Arm genommen vor, kam mir vor wie eine Last, etwas furchtbar unangenehmes und nerviges, das erledigt werden müsse, weil es sonst keine Ruhe gäbe. Etwas das mit einem "dann muss ich eben" Seufzen erledigt wird.

Ich schnauzte ihn an, ich glaube es war in all der Zeit die wir gemeinsam verbrachten das erste Mal, dass ich ihn willentlich angeschnauzt hatte.

Wir kamen an diesem Abend ncht sehr weit, nicht mal zu einem ordentlichen Gespräch.

Am nächsten Abend war ich dann endlich ehrlich, fragte ihn, wieso er mich seit knapp  sechs Wochen so behandelte, so abweisend.

Ich glaube er fühlte sch ertappt damals, doch er antwortete nicht, er versuchte sich dem gespräch zu entziehen. Ich fragte ihn, ob wir es wohl am Telefon klären könnte, er antwortete nicht.

Ich fragte ihn, was los sei, ob er mich überhaupt noch lieben würde.

Keine Antwort.

Ich fragte ihn wie es weitergehen sollte, er meinte, er wüsste es nicht.

Ich fragte ihn, was ich ihm überhaupt noch bedeutete.

Keine Antwort.

 

 

So blieb ein "Ich weiß es nicht" das Letzte, das ich je von ihm gehört habe, denn er hat sich seither nie mehr gemeldet.

 




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